Fragenecke „Trassenführung“

Wie wird der Trassenverlauf entschieden?
Wer entscheidet den Trassenverlauf?
Welche Trassenverläufe werden zur Zeit geprüft?
Wo genau verläuft die Alternativroute für die Leitung?
Welche Risikoeinstufungen gibt es auf den geplanten Trassen?
Wer vergibt Prüfaufträge für potentielle neue Trassenwege?

Was bedeuten die Leitungskategorien LK1-6?
Was bedeutet „Bündelung?„?

Die Prüfaufträge werden von der BNetzA aufgrund des Netzentwicklungsplanes an die Netzbetreiber vergeben. Zur Zeit werden im Bereich Egg-Leo zwei mögliche Trassenverläufe geprüft. Einerseits eine Aufrüstung der bestehenden Trassse (in diversen Formen) und andererseits eine Umgehungstrasse um den Ort Egg-Leo entlang der B36. Außerdem werden völlig ortsfremde Trassen geprüft (die auch im Rahmen des Prüfbereichs liegen) aber wohl laut TransnetBW keine Aussicht auf Umsetzung haben. Dabei wird auch eine Risikoanalyse in Form von möglichen Raumwiderständen (Wohngebiete, Naturschutz,…) durchgeführt. Einige der Daten und Schaubilder sind bei der TransnetBW öffentlich einsehbar (Link) und werden gerne zur Lektüre empfohlen.

Zunächst wird der grobe Trassenverlauf in der Bundesfachplanung durch die BNetzA festgelegt. Erst danach wird eine Detaillösung gesucht/gefunden. Der genaue Trassenverlauf ist also noch nicht definiert. Im zweiten Genehmigungsschritt (dem Planfeststellungsverfahren) wird dann der genaue Verlauf bestimmt und eine Genehmigung des Vorhabens erteilt. Beide Genehmigungsschritte werden von der TransnetBW durch einen Antrag gestartet und werden von der BNetzA geleitet und entschieden.

Es gibt Leitungskategorien von LK1-6 die den Aufwand bei der Ertüchtigung kategorisieren:
LK1   = Es sind keine baulichen Veränderungen nötig (Durchsatz erhöhen reicht)
LK2   = Es sind Veränderungen an den Leiterseilen notwenig
LK3   = Es sind Umbauten an den Masten notwendig
LK4   = Es sind Ersatzneubauten (von Masten) notwendig
LK5   = Parallelneubau einer Trasse mit Bündelung
LK6   = Parallelneubau einer Trasse ohne Bündelung

Die „Bündelung“ meint die Bündelung mit anderer linearer Infrastrukur. Also nicht umbedingt andere Leitungen sondern auch Autobahnen. Eine Prüfung der B36 als „lineare Infrastruktur mit Möglichkeit der Bündelungsfähigkeit“ wurde von uns auf der Antragskonferenz beantragt.

LINK ZU DEN BILDER „Trassenverlauf aus der Vogelperspektive“

Unser erster Facebook Beitrag

https://www.facebook.com/StromMastFrei/

Auf einer ersten Veranstaltung am vergangenen Donnerstag fanden sich bereits zahlreiche Anwohner zusammen. Die existierende Stromtrasse führt schon heute in unmittelbarer Nähe an unserem zu Hause vorbei – bis unter 10 m zur stromführenden Leitung!

Wir alle haben uns an den Status quo gewöhnt und wir leben damit, jeden Tag. Doch der nun geplante Ausbau bereitet uns Sorge. Werden Gebäude überspannt? Werden Grenzwerte eingehalten? Wie viele neue Masten sind notwendig und in welcher Höhe und horizontalen Ausladung beeinträchtigen diese mehr als bisher den Wohn- und Freizeit-Raum in Eggenstein-Leopoldshafen?

Ein Alltag ohne Strom ist nicht mehr denkbar. Der wachsende Energiebedarf und die ökologisch alternativlose Energiewende fordern den raschen Ausbau der Netze. Für Eggenstein-Leopoldshafen gilt es heute die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Es gibt Alternativen, die dem existierenden Wohnraum und damit unserer Sicherheit und Gesundheit Beachtung schenken.

Folgen Sie uns, engagieren Sie sich und stellen Sie mit uns zur rechten Zeit wichtige Fragen an TransnetBW, die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen und alle Freunde und Bekannte.

Gründungsveranstaltung 08.12.2016

Am 08.12.2016 haben wir zur Gründungsveranstaltung in Eggenstein-Leopoldshafen geladen und freuen uns über 35 engagierte Gründungsmitglieder (aus der Veranstaltung und zusätzlichen Zusagen aus direkten Kontakten und Emails).

Zunächst wurde die aktuelle Situation und der Planungsstand seitens TransnetBW vorgestellt und die Argumente aus unserem Flyer konnten belegt werden. Im weiteren Gesprächsverlauf konnte dann das weitere Vorgehen besprochen werden.

Stück für Stück werden wir auf diversen Kommunikationswegen in erster Linie für eine größere Bekanntheit des Ausbauprojektes sorgen und unsere Mitbürger mit den zusammengetragenen Informationen versorgen. Zeitgleich wird noch im Dezember das Gespräch mit der Gemeinde gesucht um evetuell bestehende Ängste und Sorgen aus dem Weg zu räumen. Anfang 2017 werden wir eine Unterschriftenaktion / Online Petition anstreben. Selbstverständlich wird über alle Termine / Treffen / Aktionen auf unseren Kommunikationswegen berichtet werden.